Titel: |
Gott des Krieges (Der weiße Reiter) |
Land: |
UdSSR |
Jahr: |
1929 |
Genre: |
Spielfilm |
Rollenanzahl: |
6 |
Länge: |
1900 |
Annotation: |
»Das Jahr 1914. Die Oberhäupter der christlichen Kirchen, des Islam und des Judentums unterstützen begeistert den beginnenden Ersten Weltkrieg. Mit Enthusiasmus zieht der Arbeiter Georgij, dem Glaubensbekenntnis nach orthodox, an die Front. Aber in den Schützengräben wird er sich des sinnlosen Blutvergießens bewusst. Als er sieht, dass die Priester weiterhin den Krieg segnen, bricht Georgij mit dem Glauben. Auch seine Frau Nataša, die Tochter des Paters Ioann, die Krankenschwester geworden ist, macht sich auf den Weg. Am Ende des Films gerät sie mit Bischof Arsenij, der an die Front kommt, in Konflikt. Überzeugt, dass dem Priester die Kriegsopfer gleichgültig sind und dass sein Gott der Gott des Krieges ist, reißt sie sich die Kette mit dem Kreuz von der Brust... Im Film gibt es viele Allegorien, in denen die unterschiedlichen Religionen in ihrer Unterstützung des Krieges enthüllt werden. Der Film beginnt mit fünf Szenen, in denen sich die Oberhäupter der christlichen Kirchen (deutsche Protestanten, Katholiken, Orthodoxe), des Islam und des Judentums für den Krieg einsetzen. Darauf folgen Episoden, in denen Priester der verschiedenen christlichen Konfessionen die zur Front aufbrechenden Soldaten segnen. Daran schließen die Filmemacher die Enthüllung der Russischen Kirche in Gestalt des Bischofs Arsenij an: Er unterstützt nicht nur aktiv den Krieg sondern kämpft auch gegen die Streikbewegungen der Arbeiter. Im Film ist auch ein symbolischer Ausschnitt zu sehen, in dem der Schatten des Bischofs über die Landkarte der Kriegshandlungen fällt sowie eine satirische Szene mit Mönchen in der Druckerei beim Druck von Kriegspropaganda-Texten.« (ChK) |
Bemerkung: |
Drama. Premiere 1.08.1929 (Tiflis), 5.11.1929 (Мoskva). |
Fundstelle: |
Gosfil'mofond |
Produktion: |
Goskinprom Gruzii |
Regie: |
E. Dzigan |
Drehbuch: |
E. Dzigan, L. Gol'devejzer |
Ausstatter: |
R. Fėdor |
Schauspieler: |
A. Gugušvili (Bischof Arsenij, der Weiße Reiter), A. Skal'dov (Arbeiter Georgij), Koževnikov (Priester Ioann, Natašas Vater), R. Esipova (Nataša, Georgijs Ehefrau) |
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Illustrationen |
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