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Film und Religion im Russischen Reich und der UdSSR

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Filminfo

Titel: Kreuz und Mauser
Land: UdSSR
Jahr: 1925
Genre: Spielfilm
Länge: 2200
Annotation: »1912. Klösterliches Heim in einer westrussischen Stadt. Die Waise Jul’ka bekommt einen Sohn von dem liederlichen katholischen Priester Hieronymus. Auf seine Anweisung erstickt die Klostervorsteherin Pavlicha das Baby. Dies erfährt der Vikar Šur. Er vergibt Hieronymus die Sünde und befiehlt, den toten Jungen ins jüdische Viertel zu werfen, worauf die Schwarzhunderter dort ein Pogrom beginnen. Jul’ka stirbt, aber ihrer Schwester Marijka gelingt es noch, die Wahrheit über die Taten von Hieronymus und Pavlicha zu erfahren. Es vergehen 10 Jahre. Die Sowjetmacht hat sich schon lange überall etabliert. Aber die Mörder wurden nicht zur Verantwortung gezogen. In der Stadt ist eine von Šur geführte Spionageorganisation am Werk. Aus dem katholischen Ausland wird ihr Hieronymus zu Hilfe geschickt, den es nach der Revolution dorthin verschlagen hatte. Nachdem er Priester der örtlichen Kirche wurde, versucht Hieronymus auf Geheiß von Šur Verbindungen mit Galinskij, dem Vorsitzenden der Stadtmiliz zu knüpfen und so an die nötigen Dokumenten und Informationen zu gelangen. Marijka, die bei der Miliz arbeitet, erkennt Hieronymus und verlangt von ihm, sich zu seiner Tat zu bekennen. In der nächsten Predigt gesteht Hieronymus seine Sünden und sagt sich von der geistlichen Würde los. Auf Anweisung von Šur halten seine Komplizen Hieronymus gefangen. Ein Miliztrupp unter der Führung von Galinskij umstellt die Kirche, in der sich Šur versteckt. Der ehemalige Vikar versucht zu fliehen, aber eine Kugel holt ihn ein und er stirbt, in der Hand ein Kreuz und eine Pistole (der Marke Mauser).

Mit diesem Film beginnt die antikatholische Thematik im sowjetischen Kino, die sich bis in die 1950er Jahre fortsetzt. In all dieser Zeit war es eng verbunden mit dem politischen Thema. Die Feindseligkeit gegenüber dem Westen entwickelte sich in antireligiösen Filmen zur Feindseligkeit gegen die katholische Kirche«. (Chk)
Bemerkung: Abenteuerfilm. Premiere 8.11.1925.
Fundstelle: Gosfil'mofond
Produktion: Goskino (1-ja fabrika)
Regie: V. Gardin
Drehbuch: L. Nikulin
Kamera: A. Levickij, A. Stanke
Ausstatter: A. Kolupaev
Schauspieler: A. Pirogov (Galinskij), N. Kutuzov (Priester Ieronim Desnickij), N. Li (Marijka), N. Rogožin (Vikar Šur), P. Starkovskij (Priester), T. Sinicyna (Jul'ka, Marijkas Schwester), V. Kiseleva (Pavlicha), V. Kriger (Erzbischof)
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